Du bist nicht mehr überzeugt von deinem Bausparvertrag? Oder du brauchst das Geld kurzfristig? Bevor du kündigst, solltest du alle Optionen kennen — denn eine Kündigung ist oft der teuerste Weg.
Wann solltest du NICHT kündigen?
Kündige nicht wenn: der Vertrag jünger als 7 Jahre ist (Verlust der Wohnungsbauprämie), du die Ansparphase fast abgeschlossen hast, du absehbar in 5-10 Jahren bauen oder kaufen willst, oder du die Kündigung nur wegen des niedrigen Sparzinses erwägst.
Wann kann eine Kündigung sinnvoll sein?
Eine Kündigung macht Sinn wenn: Du das Geld dringend für Notfälle brauchst und keine andere Liquidität hast, der Vertrag sehr alt ist (10+ Jahre, Niedrigzins-Ära) und du definitiv keine Immobilie kaufen wirst, oder du in eine andere Lebensphase eingetreten bist (z.B. Auswanderung).
- Vertrag über 7 Jahre alt: Prämien bleiben dir
- Keine wohnwirtschaftliche Verwendung geplant: OK
- Kurzfristig Geld nötig: Erst Kredit prüfen
- BSV als Altersgeld nicht optimal — besser ETF
Alternativen zur Kündigung
1. Ruhen lassen: Du stellst Einzahlungen ein, der Vertrag bleibt bestehen. 2. Überertragen: Du übergibst den Vertrag an ein Familienmitglied. 3. Bausparsumme reduzieren: Geringere Sparrate, gleiches Ziel. 4. Darlehen nicht abrufen: Du nimmst nur das Guthaben, nicht das Darlehen.
Kündigung vs. Alternativen — Kostenvergleich
| Option | Kosten | Staatliche Prämien | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Kündigung | 0-1% Stornogebühr | Verlust (< 7 Jahre) | Letztes Mittel |
| Ruhen lassen | Kontoführungsgebühr | Bleiben erhalten | Gut bei Pause |
| Übertragen | Geringe Transfergebühr | Bleiben erhalten | Bei Familienwechsel |
| Darlehen weglassen | Keine | Bleiben erhalten | Nur Guthaben nehmen |